Am Samstag, 9. August 2008 trafen sich bei schönstem Wetter und herrlicher Sicht auf die Alpen ehemalige Mitglieder der Knabenmusik Bern auf dem Gurten zum gemeinsamen Grillieren. Dank frühzeitigem Belegen des Platzes kamen wir vielen anderen Grillfans zuvor. Sofort begaben sich die Grillspezialisten mit eidgenössischem Fachausweis in Pyromanie, Lexu Schawalder und Pädu Thies, ans Werk – schliesslich galt es, eine perfekte Glut für hungrige Musikkollegen herzurichten. Insgesamt 15 illustre Persönlichkeiten aus der KMB fanden sich im Verlaufe des Nachmittags auf dem Gurten ein – so u.a. Dirigent Cornelius Wegelin, Fähnrich ex-Tambour Röfe Blum und the-one-and-only Solo-Cornetist Pädu Bolzli. Höhepunkt war sicherlich das 30-Sekunden-Grillieren – das Kotelett präsentierte sich in den KMB-Farben: aussen schwarz und innen rot. War wohl zu gut gemeint mit unseren 6 kg Holzkohle. Nach dem ersten schwarzen Prototypen wurde mit entsprechender Vorsicht die restlichen Fleisch- und Gemüsestücke goldbraun grilliert. Zu reden gab es viel – zum Teil haben wir uns seit 16 Jahren nicht mehr gesehen! Selbst langjährige ex-KMBler konnten sich nicht mehr an alle Gesichter erinnern. Röfe Blum mit Jahrgang 1965 wurde spontan zum Ehrenveteran von e-KMB erklärt. Interessant war auch die Registervertretung: fast die Hälfte spielte früher in der KMB Cornet oder Trompete. Zum Teil wird auch heute noch in anderen Musikformationen musiziert: so spielt zum Beispiel Röfe Blum beim Tambourenverein Bern, René Widmer bei der Metallharmonie Bern und Pädu Bolzli bei der MG Brass Band Münsingen. Roli Schär hat sich der Guggenmusik Pläflä Fleglä zugewandt.
Was ist geblieben? Die Liebe zur Musik, die musikalischen Freundschaften. Was ist anders? Heute wird im Stehen grilliert mit der Option, sich möglichst rasch auf eine Parkbank setzen zu können. Früher waren wir jung und knackig – schon bald wird’s bei jeder Bewegung nur noch knacken. So ist das Leben. Das „Non plus ultra“ war aber abschliessend an diesem Tag das Kafi im Restaurant Gurtenkulm – früher gab’s Ice-Tea bis morgens um 2 Uhr!
Patrick Thies
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